Tanztherapie PSFL (Methode Bet Hauschild-Sutter)®

Die Tanztherapie PSFL ist ein psychophysisch orientiertes Verfahren, welches durch Bewegung und Tanz die emotionale und körperliche Integration des Menschen und die Aktualisierungstendenz des Selbst fördert. Sie ist eine Ausdruckstherapie und geht von der Emotion zur Motion oder umgekehrt. Die Begründerin der Bewegungsmethode Psychosomatische Funktionslehre ist Bet Hauschild-Sutter, die Tanztherapie PSFL wurde von Carmen Pittini weiterentwickelt.

Die PSFL hat zwei Prinzipien, ein gestalterisches, kreatives und ein funktionelles. Das Anliegen der Methode ist, einen Lernprozess über die Bewegung auszulösen.
Oft haben Menschen ein kleines Bewegungsrepertoire und haben Hemmungen sich frei zu bewegen. Sie kennen ihren Körper und seine Funktionen oft ungenau und fühlen sich hilflos.

Die Grundlagenarbeit PSFL hilft diesen Zustand zu verändern und schafft so die Voraussetzung für die Exploration in der Bewegungs- resp. Tanztherapie. In diesem analytischen Prozess erfährt man den Zusammenhang zwischen Körper-Seele-Geist und wie sich Empfindungen und Gefühle in der Bewegung ausdrücken. Die dabei entstehenden Stimmungen werden in den persönlichen Kontext gebracht. Dieser Prozess wird durch Bewegungsarbeit unterstützt, welche sich an der Bewegungsentwicklung des Menschen orientiert. Die spezifisch funktionelle Anordnung der Bewegungsabläufe löst einen kognitiven Prozess aus, indem die Eigenwahrnehmung durch die Bewegung geschult, vertieft und geordnet wird. Dies geschieht dadurch, dass die Aufmerksamkeit auf das Erspüren der Bewegung, des Kontaktes mit sich und z.B. dem Boden, dem Raum, mit der Wirkung der Atmung in verschiedenen Lagen, mit dem gewahr werden der Muskelspannung und dem fliessen lassen in der Bewegung.

Die zur Anwendung kommenden Bewegungsabläufe sind im Menschen angelegt, d.h. gespeichert und somit abrufbar. Sie werden in verschiedenen Lagen, wie liegen, rollen, sitzen, stehen und gehen durchgeführt. Vieles wird mündlich angewiesen, um mehrere Ebenen des Zentralnervensystems gleichzeitig einzubeziehen und den Menschen nicht ins Nachahmen zu führen, sondern seine Eigenbewegungen zu aktivieren.

Das Anliegen der PSFL ist das Wiedererlangen der natürlichen Bewegung und deren persönliche Ausdrucksfähigkeit, die im Gehen als Übersetzung wahrgenommen wird. Daraus entwickeln sich einfache tänzerische Formen.

In der Tanztherapie sollen durch Bewegung Gedanken, Emotionen, Phantasien, Widerstände und Ängste von innen nach aussen gebracht und gestaltet werden. Es gilt, den urtümlichen Ausdruck und das Selbstbild in der Bewegung zu finden, um vorverbale und averbale Erlebnisse bewusst zu machen und aufzuarbeiten.
Die Bewegungselemente sind frei von technischen Vorschriften und festgelegten tänzerischen Formen. Somit kann die Integration von Leib und Seele resp. von Gefühl und Körperlichkeit erlangt werden. Tanztherapie als Erfahrung dient dem differenzierten Körper- sowie dem emotionalen Bewusstsein. Die Haltung der Tanztherapeutin PSFL dem Klienten gegenüber orientiert sich an der humanistischen Psychologie von Carl Rogers.

Zum Arbeitsinstrumentarium gehören die verschiedenen Verfahren der PSFL wie:
Grundlagen PSFL
Tanztherapie PSFL
Bewegungsgestaltung
Training PSFL
Lösungsarbeit PSFL

Die PSFL unterstützt mit ihrer Bewegungsarbeit die Aufmerksamkeit auf den Körper, die Empfindungen und die Gefühle. Mit der erarbeiteten Selbstwahr– nehmung, Selbstsicherheit und Eigenverantwortung erfährt und erkennt man sukzessive die Wechselwirkung zwischen Körper, Psyche und Geist.


HEILIGBERG INSTITUT

Bewegungsschulung und Tanztherapie PSFL
Schulleitung: Carmen Pittini + Henriette Bezzola

Heiligbergstr. 39 CH-8400 Winterthur
Tel 052 202 21 00 Fax 052 202 21 05
info(at)heiligberg.ch
www.heiligberg.ch

Zum Seitenanfang
 
 
  Newsticker
  
Keine Artikel in dieser Ansicht.