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Nachruf Bet Hauschild-Sutter: Pionierin, Forscherin, Entdeckerin

 

Wir nehmen Abschied

Bet Hauschild-Sutter, die Entwicklerin der Psychosomatischen Funktionslehre PSFL verstarb am 30.09.2016 im Alter von 102 Jahren im Kanton Graubünden, wo sie ihren Lebensabend verbrachte.

Bet Hauschild-Sutter wuchs in einem musikalischen Umfeld in St.Gallen auf. Wegen ihrer Rückenprobleme erhielt sie früh bei einer Laban-Schülerin Bewegungsunterricht. Später besuchte sie bei einer Absolventin der Mohr/Macciacchinischule zunächst den Gymnastikunterricht und absolvierte später eine professionelle Tanz- und Gymnastikausbildung. Andere zum Tanzen zu bringen wurde ihr Lebensinhalt. In Zürich und im Raum St. Gallen begann sie zu unterrichten und im Kanton Graubünden animierte sie während der Sommerferienzeit Hotelgäste sowie deren Kinder zur Bewegung. Nach ihrer Heirat mit Walter Hauschild zog sie nach Solothurn, wo sie erneut eine Schule aufbaute.

In der zweiten Hälfte der vierziger Jahre suchte sie nach neuen Wegen: Sie wollte noch einmal neu an das Phänomen Bewegung herangehen, die Bewegung „ganz von unten her denken“.  Nachdem sie bereits als knapp 18-Jährige Anatomie-Vorlesungen an der Universität Zürich besucht hatte (was für eine Frau zu jener Zeit sehr unüblich und nur mit Spezialerlaubnis möglich war), wollte sie durch ein Psychologiestudium am Biäsch-Institut für Angewandte Psychologie in Zürich theoretisch und praktisch möglichst viel über die Bewegung erfassen, sie in allen Phasen ihrer Entstehung, in allen Bereichen ihrer Anwendung kennen lernen. Durch die Verbindung von Psychologie und Bewegung erfasste sie auch die Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele, die sie in ihrer eigenen Methode der „Psychosomatischen Funktionslehre und Tanztherapie“ schliesslich konkretisierte.

Nach dem Studium arbeitete sie in der renommierten Bircher-Benner-Klinik in Zürich, wo sie sich intensiv mit gesundheitlich beeinträchtigten Menschen aus Kultur, Wirtschaft und Politik beschäftigte. Bald empfahlen Ärzte ihren (Rücken-) Patienten Bet Hauschilds Bewegungsmethode und auch einige Psychoanalytiker wiesen ihr ihre Analysanden zu. 1960 eröffnete sie in Zürich ihre eigene Schule, ab 1970 bot sie eine dreijährige Vollzeitausbildung an, die bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 1993 von rund fünfzig Studierenden durchlaufen wurde.

Ab 1999 wurde das Angebot durch ihre ehemaligen Schülerinnen Henriette Bezzola und Carmen Pittini übernommen und seither wird die Berufsausbildung am „Heiligberg-Institut“ in Winterthur angeboten; sie wird heute mit einem Diplom als BewegungspädagogIn PSFL/BGB und TanztherapeutIn PSFL abgeschlossen und im Gesundheitswesen erfolgreich angewendet.

 

 


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(Unsere Methode befindet sich noch im Anerkennungsprozess)


 
 

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